Block 1 · Grundlagendossier
Das belastbare Fundament
- Eine Wärmepumpe hebt Umweltwärme mit elektrischer Antriebsenergie auf ein nutzbares Temperaturniveau.
- Wärmequelle, Gerätekonzept und Wärmeverteilung sind drei getrennte Entscheidungen.
- COP und SCOP sind Prüf- beziehungsweise Standardwerte; die Jahresarbeitszahl beschreibt das reale Gesamtsystem über einen Zeitraum.
- Eine Dachaufstellung ändert nicht das Kältekreisprinzip, erweitert die Planung aber um Statik, Schall, Wind, Kondensat, Zugang und Logistik.
Block 2 · Hauptratgeber
Im Kältekreis nimmt ein Kältemittel Wärme auf, wird verdichtet, gibt Wärme an das Heizsystem ab und wird anschließend entspannt. Entscheidend ist nicht nur das Gerät, sondern die Temperaturdifferenz zwischen Quelle und Heizsystem: Je geringer dieser Hub im Betrieb ausfällt, desto günstiger sind die Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb.
Die Wärmequelle kann Außenluft, Erdreich oder Grundwasser sein. Die Wärme gelangt meist über Heizungswasser zu Heizkörpern oder Flächenheizungen; Luft-Luft-Systeme geben sie direkt an die Raumluft ab. Monoblock und Split beschreiben dagegen die räumliche Aufteilung des Kältekreises. Diese Ebenen dürfen im Angebotsvergleich nicht vermischt werden.
Auf dem Dach kommen objektspezifische Anforderungen hinzu. Tragwerk, Befestigung, Wind, Schnee, Körperschall, Luftführung, Abtauwasser, Leitungswege, Absturzschutz und ein späterer Gerätetausch müssen gemeinsam geplant werden. Ein geeigneter Gerätetyp allein ist deshalb noch keine freigegebene Dachlösung.
Block 3 · Entscheidungshilfe
Varianten nachvollziehbar einordnen
Momentaner Leistungswert an einem festgelegten Prüfpunkt. Gut für den Produktvergleich, aber keine Prognose für das ganze Jahr.
Normierter saisonaler Vergleichswert unter definierten Annahmen. Aussagekräftiger als ein Einzelpunkt, aber noch kein gemessener Anlagenwert.
Verhältnis von abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom im betrachteten realen System und Zeitraum. Die Messgrenze muss genannt werden.
Temperatur des Heizungswassers auf dem Weg zu den Heizflächen. Sie folgt aus Raumlast, Heizflächen und Außentemperatur – nicht aus einer pauschalen Altbauzahl.
Block 4 · Praxischeck
Prüfliste für das nächste Fachgespräch
Block 5 · Praxisfall
Das Team prüft zunächst nicht nur ein Luft-Wasser-Gerät, sondern das gesamte System aus Gebäude, Heizflächen und Dachstandort.
- Heizlast und kritische Räume werden ermittelt; aus den Heizflächen folgt die erforderliche Temperatur.
- Monoblock und Split werden anhand von Leitungsweg, Frostschutz, Kältemittelarbeiten und Service verglichen.
- Für das Flachdach werden Tragfähigkeit, Auflager, Schallwege, Luftführung und Kondensatableitung nachgewiesen.
- Erst danach werden Gerät, Leistung und Betriebsweise festgelegt. Der Standort ist Ergebnis der Planung, nicht deren Ausgangsannahme.
Block 6 · Fragenwelt
Häufige Fragen und klare Grenzen
Erzeugt eine Wärmepumpe Wärme aus Strom?
Strom treibt Verdichter, Pumpen und Regelung an. Der größere Teil der abgegebenen Wärme stammt im geeigneten Betrieb aus der Umweltquelle. Das genaue Verhältnis hängt vom System und den Betriebsbedingungen ab.
Ist die höchste COP-Zahl automatisch die beste Wahl?
Nein. Prüfpunkt, Heizlast, Leistungskennfeld, Modulation, Schall, Aufstellung und Service müssen ebenfalls passen. Einzelwerte dürfen nicht unabhängig von ihren Bedingungen verglichen werden.
Ist jede Außeneinheit für das Dach geeignet?
Nein. Herstellergrenzen, Wind- und Schneelasten, Unterkonstruktion, Wartungsflächen und sichere Erreichbarkeit müssen objektbezogen bestätigt werden.
Block 7 · Werkzeug
Arbeitsblatt zum direkten Verwenden
Diese Felder lassen sich in die Projektakte übernehmen. Unbekannte Angaben werden bewusst als „offen“ markiert und im Fachgespräch geklärt.
Block 8 · Fachprüfung
Primärquellen und Vertiefung · geprüft am 26. August 2026
Block 9 · Portalverknüpfung
Die passenden nächsten Schritte
Kennzahlen mit Prüfbedingungen und Systemgrenzen vertiefen.
Den möglichen Dachstandort strukturiert vorprüfen.
Aus Begriffen einen belastbaren Projektablauf machen.
Block 10 · Dauerbetrieb
Pflege- und Prüfzyklus
- Technische Begriffe jährlich und bei neuen Regelwerken prüfen.
- Kennzahlen immer mit Mess- oder Prüfgrenze veröffentlichen.
- Neue Fachartikel auf dieses Glossar zurückverlinken.
- Korrekturen mit Datum in der Redaktion dokumentieren.
Ergebnis der Blöcke 1–10
Die ersten zehn Blöcke schaffen eine verbindliche Sprache für das gesamte Portal. Nutzer können Leistungsangaben einordnen, Systeme sauber unterscheiden und erkennen, welche zusätzlichen Nachweise eine Dachaufstellung verlangt.