Das Wichtigste in Kürze
- COP beschreibt einen definierten Betriebspunkt auf dem Prüfstand.
- SCOP bildet mehrere standardisierte Betriebszustände über eine Heizperiode ab.
- JAZ beziehungsweise SPF bewertet geplante oder gemessene Jahreswerte.
- Ohne Angaben zu Temperaturen und Bilanzgrenze sind Effizienzzahlen kaum vergleichbar.
Ein COP von 4 bedeutet vereinfacht, dass im angegebenen Prüfpunkt aus einer Einheit Strom vier Einheiten Wärme bereitgestellt werden. Dieser Wert gilt aber nur für die genannten Quell- und Vorlauftemperaturen. Bei Luftwärmepumpen wird der Betrieb beispielsweise mit Angaben wie A7/W35 oder A-7/W55 beschrieben.
Die gemessene Jahresarbeitszahl setzt abgegebene Wärmemenge und eingesetzten Strom über einen längeren Zeitraum ins Verhältnis. Ob Heizstab, Pumpen oder Warmwasser enthalten sind, verändert den Wert. Deshalb muss die Bilanzgrenze immer mitgenannt werden.
Diese Punkte entscheiden im konkreten Projekt
Außen- beziehungsweise Quellentemperatur und Vorlauftemperatur gehören zu jedem COP-Wert.
SCOP und Produktlabel nutzen festgelegte Klimazonen und Temperaturprofile für Vergleiche.
Heizstab, Pumpen, Regelung, Warmwasser und Speicherverluste können ein- oder ausgeschlossen sein.
Ein volles Betriebsjahr ist aussagekräftiger als wenige milde Monate.
Kennzahlen richtig lesen und dokumentieren
Fordern Sie nicht nur einen hohen Wert, sondern die Bedingungen und erwartete Systemeffizienz für Ihr Gebäude.
Der höchste COP eines Datenblatts beschreibt nicht automatisch den Winterbetrieb oder die Effizienz der kompletten Anlage im Gebäude.
Fazit
COP vergleicht Betriebspunkte, SCOP standardisierte Jahresbedingungen und die gemessene JAZ das reale System. Für Entscheidungen sind konkrete Temperaturen, Bilanzgrenze und Gebäudebedingungen unverzichtbar.
