Das Wichtigste in Kürze
- Wärmemenge geteilt durch Jahresarbeitszahl liefert nur eine Planungsnäherung für den Strombedarf.
- Arbeitspreis, Grundpreis, Messkosten, Laufzeit und Preisgarantie gehören gemeinsam in den Tarifvergleich.
- Ein separater Wärmepumpentarif kann sich lohnen, verursacht aber gegebenenfalls zusätzliche Messkosten.
- Eigenverbrauch aus Photovoltaik wird zeitgleich bewertet, nicht mit der gesamten Jahresproduktion.
Für eine Beispielrechnung werden Raumwärme, Warmwasser und Hilfsenergie sauber abgegrenzt. Benötigt das System 12.000 kWh Wärme und erreicht eine JAZ von 3,0, ergeben sich vereinfacht 4.000 kWh Strom. Multipliziert wird mit dem vollständigen Tarif einschließlich fixer Kosten; Heizstab und Begleitheizungen dürfen nicht verschwinden.
Beim Dachgerät können außerdem Kondensatbegleitheizung, Pumpen oder Regelung relevant sein. Ein Soll-Ist-Vergleich mit Strom- und Wärmemengenzähler zeigt nach dem ersten vollen Betriebsjahr, ob Auslegung und Einstellungen zur Prognose passen.
Diese Punkte entscheiden im konkreten Projekt
Wärmebedarf, JAZ, Warmwasser, Heizstab und Hilfsenergie bestimmen die Kilowattstunden.
Arbeits- und Grundpreis, Messentgelt, Laufzeit, Boni und Preisgarantie getrennt erfassen.
Haushaltszähler, separater Zähler oder dynamischer Tarif verändern Kosten und Steuerbarkeit.
Nur zeitgleicher Eigenverbrauch reduziert den Netzbezug; Winterertrag bleibt begrenzt.
Tarife mit denselben Jahreswerten vergleichen
Drei Verbrauchsszenarien verhindern, dass eine einzige optimistische JAZ die Entscheidung dominiert.
Ein Wechselbonus kann das erste Jahr verbilligen, sagt aber wenig über die Kosten danach. Für die Lebenszyklusrechnung zählt ein nachvollziehbarer Dauerpreis mit Sensitivität.
Fazit
Ein guter Tarif passt zum Verbrauchsprofil und Messkonzept. Entscheidend ist der jährliche Gesamtbetrag bei realistischen Kilowattstunden – nicht der prominent beworbene Einzelpreis.
